Τρίτη, 16 Νοεμβρίου 2010

Griechische Militärdiktatur, 1967-1974

Griechische Militärdiktatur 1967 bis 1974 oder „Das Regime der Obristen (griechisch Χούντα των Συνταγματαρχών), im griechischen Sprachgebrauch auch „Die Junta“ („Η Χούντα“), sind Bezeichnungen für das Militär-Regime, die das moderne Griechenland von 1967 bis 1974 beherrschten.
Am Morgen des 21. April 1967 kam es zum Putsch des Militärs in Griechenland und damit zu dessen Machtübernahme.
Ideologie
Die Obristen rechtfertigten ihren Putsch als „Revolution zur Rettung der Nation“ („Ethnosotirios Epanastasis“). Eine kommunistische Verschwörung in Verwaltung, Bildungswesen, den Medien und sogar in der Armee habe einen Umsturz vorbereitet. Atheismus, Popkultur, Rockmusik und die Hippiebewegung wurden auf der Grundlage eines schon wahnhaft anmutenden Antikommunismus als Teil der kommunistischen Verschwörung dargestellt, alle Linken als Anarcho-Kommunisten (griechisch αναρχοκομμουνιστές) bezeichnet und dem propagandistisch das Leitbild eines „Hellas christlicher Hellenen“ (griechisch Eλλάς Ελλήνων Χριστιανών) gegenübergestellt. Das Regime bestimmte den aus den Flammen aufsteigenden wiedergeborenen Vogel Phönix – ein aus den Zeiten des Befreiungskrieges bekanntes Symbol der Wiedergeburt Griechenlands – mit der Silhouette eines bewaffneten Soldaten versehen als neues Staatssymbol.

Der Aufstand am Polytechnikum November 1973

Am 14. November 1973 traten Studenten des Polytechnions in Athen in den Proteststreik gegen die Militärdiktatur. Sie verbarrikadierten sich auf den Hochschulgelände und installierten einen Radiosender, der zum Kampf aufrief. Tausende von Arbeitern und jungen Leuten schlossen sich ihnen an. In den frühen Morgenstunden des 17. November 1973 ließ die Regierung, nachdem die städtische Beleuchtung ausgeschaltet worden war und das Gelände weitgehend im Dunkeln lag, einen Panzer das Eingangstor niederwalzen, an das sich zahlreiche Menschen klammerten, und die Hochschule durch Soldaten stürmen. Wie viele Menschen beim Aufstand am 17. November 1973 getötet wurden, ist nie völlig geklärt worden. Nach einer späteren offiziellen Untersuchung gab es zwar keine Todesopfer unter Studenten des Polytechnions, jedoch kamen 24 Zivilisten bei der Niederschlagung des Aufstands zu Tode.
Die „Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung“ war Anlass für Dimitrios Ioannidis, den Hardliner der Militärjunta, Georgios Papadopoulos durch einen Putsch zu stürzen und durch seinen Freund Phaidon Gizikis zu ersetzen.
Eine Untergrundorganisation, die später von 1975 bis 2003 zahlreiche Anschläge verübte, nannte sich nach dem Datum des Polytechnikumsaufstands Revolutionäre Organisation 17. November.

Das Ende des Regimes

Öffnungsversuch unter Papadopoulos

Unter dem Eindruck zunehmender Unzufriedenheit mit dem Regime, nachlassender wirtschaftlicher Erfolge und außenpolitischer Isolation leitete Papadopoulos 1973 eine von ihm bis dahin eher vage in Aussicht gestellte allmähliche Rückkehr zur Demokratie ein, die unverdient bereits als "politische Wende" (griechisch μεταπολίτευση "Metapolitefsi") bezeichnet wurde. Er suchte die Unterstützung der alten politischen Klasse, konnte allerdings nur Spyros Markezinis, einen konservativen Politiker, gewinnen, den er zum Premierminister berief. Das Kriegsrecht wurde abgeschafft, die Pressezensur teilweise aufgehoben, politische Gefangene freigelassen. Papadopoulos schwebte der Übergang zu einer Präsidialdemokratie vor. Politische Parteien - allerdings nicht die Kommunistische Partei - sollten wieder zugelassen und freie Wahlen abgehalten werden.
Mit dem Sturz von Papadopoulos nach der Studentenrevolte am Politechnion im November 1973 nahm dieser Liberalisierungsversuch ein plötzliches Ende. Die Hardliner unter Dimitrios Ioannidis nahmen das Heft wieder in die Hand.

Zusammenbruch

Am 15. Juli 1974 organisierte Ioannidis, seit der Ablösung von Papadopoulos der "starke Mann" des Regimes, den Putsch der Nationalgarde auf Zypern zum Sturz der Regierung von Erzbischof Makarios III. Damit fachte er den Zypernkonflikt neu an und provozierte die Invasion der türkischen Streitkräfte wenige Tage später, was wiederum zum Zusammenbruch der griechischen Militärjunta und zum Übergang zur Demokratie führte. Die Obristen mussten erfahren, dass ihnen der Westen keinesfalls freie Hand bei der Annexion der Insel lassen wollte.
Unter dem Druck der westlichen Staatengemeinschaft rief Präsident Phaidon Gizikis Konstantinos Karamanlis aus dem Pariser Exil zurück, in das er nach der Wahlniederlage 1964 gegangen war. Karamanlis wurde mit einem Flugzeug des französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d’Estaing eingeflogen, von einer jubelnden Bevölkerung begrüßt und noch in der Nacht zum 24. Juli 1974 als Premierminister vereidigt.

Metapolitefsi

Unter Karamanlis wurde nun die eigentliche "politische Wende" (griechisch  μεταπολίτευση "Metapolitefsi") eingeleitet. Er bildete eine Regierung der nationalen Einheit. Im Herbst 1974 gründete er die liberal-konservative Nea Dimokratia. Karamanlis und seine Regierung sorgten innerhalb eines Jahres für freie Wahlen, eine neue Verfassung und die Verhaftung der Junta-Offiziere. Führende Köpfe des Militärregimes wurden im Sommer 1975 wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Die Strafen wurden später in lebenslange Haft umgewandelt.

(Quelle: Wikipedia)